Wir machten einen Besuch Sanshin-Dojo, dort wird Bujinkan gelehrt. ( Erklärung weiter unten. Wir haben uns die Ninja Kids angesehen, und wollten sehen wie und was dort trainiert wird. Als ersten wurde sich vor dem Schrein hingekniet.
Es herrschte dabei absolute Ruhe, was mich bei den 5 bis 10 jährigen sehr wunderte. Im Anschluß wurden die Trainer durch verbeugen begrüßt.
In einem Ballspiel wurde das bisher erlernte wieter vertieft. Bei den Ninja Kids steht das Spiel noch an erster Stelle. Es wurden das richtige Fallen geübt und ein paar Techniken zu Verteidigung.

Was ist Bujinkan ? ( Erklärung Wikipedia )

Bujinkan Budō Taijutsu (jap.武神館武道体術) oder
vollständig Bujinkan Dōjō Budō Taijutsu (武神館道場武道体術),
auch Ninjutsu oder Ninpo genannt, ist eine weltweit verbreitete
 japanische Kampfkunst (früher Kriegskunst), deren Oberhaupt, genannt Sōke, der Japaner Masaaki Hatsumi ist.
 Bujinkan ist eine Kampfkunst, in der traditionelle Samurai- und Ninja-,
aber auch auf die heutige Zeit anwendbare Prinzipien gelehrt werden.
Dem Schüler werden auch Einblicke in Medizin
(z. B. Kuatsu: Erste Hilfe; Seikotsu:
Knochen richten; Taisō Gymnastik),
Tarnstrategien (z. B. der Shinobi)
und Philosophie gegeben.

Geschichte
Toshitsugu Takamatsu, der Großmeister von neun japanischen Kampfkunstschulen, ernannte seinen Schüler Masaaki Hatsumi, kurz vor seinem Tod im Jahre 1972, zu seinem Nachfolger. Aufgrund der Vielzahl und der Komplexität der in den neun Schulen vorkommenden Techniken entschloss sich Dr. Hatsumi, die Techniken nicht getrennt, sondern als Einheit zu lehren.
Zu Ehren seines Lehrers Takamatsu, der nach seinem Tod Bujin („göttlicher Krieger“) genannt wurde, gab er der Kampfkunst den Namen Bujinkan Budo Taijutsu. Dieser Ausdruck bietet mehrere Übersetzungsmöglichkeiten; die allgemeine deutsche Übersetzung für Bujinkan lautet „Haus des göttlichen Kriegers“ (Bu „Krieger“, Jin „Gott“, Kan „Haus“). Budō bedeutet „der Weg des Krieges“, und Taijutsu steht für „Körpertechnik“.
Das Haupthaus (japanisch hombu dōjō) des Bujinkan Dōjō mit dem Namen Bujinden[5] ist in Nodabei Tokio. Vereinigungen und Gruppen, in denen Bujinkan Dōjō Budo Taijutsu geübt wird, existieren auf der ganzen Welt. Die Zugehörigkeit zum Bujinkan wird durch direkten Kontakt, d. h. Training in Japan bei Hatsumi Sensei, gepflegt.
Weltweit wird in den Bujinkan-Dōjō heutzutage ein System aus neun japanischen Kampfkünsten, genannt Schulen oder Traditionen (Ryūha), gelehrt. Sechs der Schulen waren Samurai-Schulen, die anderen drei gelten als Schulen der Ninja, daher auch die Bezeichnung Ninjutsu für Bujinkan Budo. Aufgrund der Techniken in den Ninja-Traditionen wird Bujinkan oft fälschlicherweise mit den Ninja in Verbindung gebracht, wie sie durch Hollywood-Filme entstanden sind: Schwarzgekleidete Männer, die mit Schwert auf dem Rücken und mit Wurfsternen (Shuriken) werfend verdeckte Missionen ausführen.
Kampfsystem
Im Bujinkan Budō Taijutsu gibt es keine Wettkämpfe, da die Kampfsysteme zum Überleben erdacht wurden. Bei fortgeschrittenen Schülern finden jedoch Randori statt, um die Fertigkeiten zu testen. Diese Randori werden mit äußerster Vorsicht ausgeführt.
Das Kampfsystem im Bujinkan besteht aus folgenden 3 Aspekten:
Ukemi/Kaiten/Nagare/Nagashi
Nagashi bedeutet „den Angriff aufnehmen“.
Wenn man Schlagtechniken betrachtet, handelt es sich vor allem um Blöcke und Ausweichbewegungen.
Wenn man Würfe betrachtet, handelt es sich um verschiedene Formen der Abrolltechniken (Nagare oder Kaiten), Sturztechniken (Ukemi) sowie Sprünge (Tobi)[11] und der Wiedergewinnung des Gleichgewichts. Der Schüler lernt dabei, Stürze mit Hilfe von Roll- und Falltechniken möglichst weich abzufangen. Wichtig ist, dies möglichst lautlos und auch auf hartem Untergrund (z. B. Asphalt) zu können.
Mit zum Ukemi gehört auch das Klettern, das Überwinden von unwegsamem Gelände sowie Techniken wie Saltos, Radschläge und Handstände.[12]
Waffenloser Kampf
Im Training werden Katas, Kampfstellungen und Bewegungsabläufe gelernt. Diese Katas enthalten u. a. Schläge, Tritte, Würfe und Hebel. Sie werden meist mit Partner ausgeführt, aber können auch ohne Partner ausgeführt werden.
Durch das Training in diesen Katas lernt der Schüler taktisches Verhalten und ein Gefühl für die Distanz, wobei er gleichzeitig übt, sich immer zu schützen.
Bewaffneter Kampf
Nachdem der Schüler ein Gefühl für Distanz entwickelt hat und er eine bestimmte (von Dōjō zu Dōjō unterschiedliche) Graduierung erreicht hat, lernt er, verschiedene Waffen anzuwenden. Dabei wird wie beim waffenlosen Kampf vorgegangen.
Der Schüler bekommt so ein Gefühl, wie man mit bestimmten Waffen umgeht. Er trainiert üblicherweise mit Partnern. Dabei werden für gewöhnlich Übungswaffen verwendet. Die Übungswaffen sind meist aus Hartholz gefertigt. Zum Schutz vor Verletzungen kommen aber auch stark gepolsterte Waffen zum Einsatz.
Waffen
Im Bujinkan Budo wird eine große Auswahl an Waffen unterrichtet. Durch das Erlernen der vielen unterschiedlichen Waffen verbessert der Schüler sein Taijutsu und sein Distanzgefühl. Die Waffen, mit denen trainiert wird, sind ein Paradigma der jeweiligen Waffenart. Zum Beispiel lernt ein Schüler den Umgang mit einem Stock und könnte mit dem gleichen System auch einen Baseball-Schläger als Waffe verwenden.
Die Waffen werden in vier Klassen unterteilt:
Stöcke
Klingen
Flexible Waffen
Geschosse
Traditionell werden folgende Waffen unterrichtet:
Holzstab (verschiedene Längen: Bō, Jō, Hanbō, Tanbō)
Jitte, Tessen, Kunai
Speer (Yari, Kamayari)
Naginata, Bisentō
Schwert (Daitō, Wakizashi (Shōtō), Tantō. Übungsformen: Shinai, Bokken, Iaitō usw.)
Kaginawa (Seil), Kusari Fundō (Kette mit Gewicht an den Enden), Kyoketsu Shoge (Dolch mit Seitenklinge und beschwertem Seil), Kusari Gama (Sichel mit Kette)
Shuriken (legal in Deutschland nur Bo-Shuriken)
Bogen
Die meisten modernen Waffen haben eine große Ähnlichkeit mit traditionellen Waffen. Moderne Waffen, wie z. B. die vor gut 400 Jahren eingeführten Schusswaffen (Pistole und Gewehr), gehören nach Hatsumi[13] mit zu den grundlegenden Waffentypen und werden in manchen Dōjō unterrichtet.
Graduierung
Anders als in vielen anderen Budō-Künsten werden die Graduierungsstufen nicht durch einzelne Gürtelfarben kenntlich gemacht, sondern es gibt nur Weiß, Grün bzw. Rot und Schwarz. Es gibt 10 Schülergraduierungen (Kyū) und 15 Meistergraduierungen (Dan). Oft wird gesagt, dass erst ab dem 15. Dan die wahre Lernzeit anfängt.
Man startet mit dem weißen Gurt und trägt nach der ersten Prüfung als Frau einen roten und als Mann einen grünen Gürtel. Mit der bestandenen Prüfung zum ersten Dan trägt man einen schwarzen Gürtel. Die Graduierung wird über die Farbe des Abzeichens (Bujin-Aufnäher auf der linken Brustseite der Jacke) und einer Anzahl von silbernen bzw. goldenen Sternen gekennzeichnet. Es besteht jedoch keine Pflicht, diese Kennzeichen zu tragen. In manchen Dōjō sieht man auch gelbe und orangefarbene Gürtel, die meistens als Vorstufen für Kindergruppen benutzt werden.
Über die Graduierung hinaus existieren folgende zwei Titel, die per Urkunde verliehen werden, zur Mitgliedschaft im Shidoshikai führen und das Führen eines eigenen Dōjō erlauben:
shidōshi hō (zusätzlich zum 1. bis 4. Dan)
shidōshi (ab 5. Dan)
Vereinzelt verleiht Hatsumi Sensei auch eine sogenannte „höhere Lehrbefugnis“ für spezielle Bereiche, wie Waffentypen oder Ryuha:
menkyo kaiden (ab dem 15. Dan)
Über verliehene Titel hinaus existieren folgende zwei Titel, die von Schülern als Ehrbezeugung und aus Höflichkeit verwendet werden:
Sensei (sinngemäß „Lehrer“)
Shihan (sinngemäß „Seniorlehrer“, im Bujinkan üblicherweise ab 10. Dan)
Die folgende Tabelle zeigt die Graduierungen mit den Gürtelfarben und Aufstickungen:

Im Dōjō wird ein schwarzer Trainingsanzug (japanisch Dogi) und ggf. mit speziellen Socken (japanisch Tabi) und schwarzem Hemd unter der Jacke getragen. Dazu wird das Bujin-Zeichen in der Farbe passend zur Graduierung links über dem Herzen auf der Jacke getragen. Über dem Abzeichen können die Sterne je nach Graduierung aufgenäht werden. Der Gürtel (japanisch Obi) wird entsprechend der jeweiligen Graduierung weiß, grün/rot oder schwarz getragen. In manchen Dōjō außerhalb Japans wird das jeweilige Dojo-Abzeichen auf dem linken Oberarm der Jacke getragen.
Wenn es warm ist, wird die Jacke üblicherweise nicht getragen.[14]

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