Ölringen 2017

 

Auch in diesen Jahr richtete die Kuba Moschee das einzige in Deutschland stattfindend Ölringen aus. Teilnehmer aus ganz Europa kamen angereist. Auf der Brasserter Festwiese waren Zelte und Stände aufgebaut. Die Frauen der Gemeinde haben Tage lang in der Küche gestanden und das Essen vorbereitet. Döner über Holzkohle gegrillt war mit ein Highlight, aber auch die Kuchentafel braucht sich vor nichts hinter verstecken.

Vor dem Ölringen kommt die Militär Kapelle.

DIE GESCHICHTE VON MEHTER

Mehter ist die erste und die älteste Militärmusikkapelle der Welt. Seinen Namen bekam diese Militärmusikkapelle aus der Zeit der Hunen aus dem Wort „TUĞ”, ein von Schlagzeugen und Blasinstrumenten bestehendes Orchester, das nach Fatih Sultan Mehmet für die Armeemusikschule in Mehter umbenannt wurde. Seit der Zeit der Hunen dient diese Armeemusik dazu, - was im Übrigen als ein unverziehtbarer Bestandteil der türkischen Kriegsführungstechnik galt – durch diese vom weiten hörbare, immer näher rückenden fremden Klängen, die einem Donner ähneln, den Feind zu demoralisieren, ihn zum Rückzug zu zwingen und ihn zur Kapitulation zu bewegen, um den Krieg bald möglichst beenden zu können, somit die Menschenverluste geringer halten zu können.

Die ersten Hinweise über diese älteste Militärmusikkapelle der Welt, kommen in den Inschriften von Orkun vor. In diesen Inschriften wird darauf hingewiesen, dass mit dieser Militärmusikkapelle, bestehend aus “Kübürge” und “Tuğ” in der im 11. Jahrhundert verfassten Divan-ı Lügat-ı Türk für Könige Musik vorgetragen wurde. In jener Zeit wurde sowohl bei Kriegen, als auch bei anderen bestimmten Festtagen mit Küvrük (Grosse Bodentrommel, genannt auch Kesselpauke), mit Tomruk (Trommel), und mit Schelle und nay-i Türki (eine Art Blasinstrument), musiziert. Außerdem war „TUĞ“ das Symbol der Macht bei den Türken. (TUĞ ist ein länglicher Stab, auf dessen oberen Spitzen eine Fahne und zu beiden Seiten aus Pferdehaaren Fransen angehängt sind). Tuğ wurde bei den Seltschuken “Tabılhane” oder „Nevbet” genannt und seit den Hunen wird diese Militärmusikkapelle mit zwei Blasinstrumenten und vier Schlagzeugen mit insgesamt sechs Musikinstrumenten vorgeführt. Später in der islamischen Zeit bekamen die Instrumente andere Namen, wie zum Beispiel “zurna” (türkische Oboe), “boru” (nefir oder şahnay), çevgan, zil, davul und kös, was früher yurağ, boygur, çöken, çanğ, tümrük und küvrük hießen. Die Militärmusikkapelle marschierte bei Kriegen vor den Soldaten mit den genannten Instrumenten, oder wurde eingesetzt bei verschiedenen staatlichen Zeremonien, sowie Sportveranstaltungen. Die Musik wurde entsprechend dem Zweck komponiert.

Das Osmanische Reich übernahm diese Armeemusik von den seltschukischen Türken, die in Anatolien herrschten. Osman Gazi, der erste Osmanische König, hatte mit seiner Armee gegenüber dem byzantinischen Reich viele Kriege gewonnen und das Reich erweitert. Der Seltschukische König Alaaddin Keykubat hatte im Anschluss an diese Kriege dem Osmanischen König Osman Gazi seine Dankbarkeit ausdrücken wollen und dieser hatte mit ihm die Kriegsbeute geteilt. Das Osmanische Reich wurde dann mit der Eroberung der Inegöl Festung noch größer. Der anatolische Seltschukische König war auf die Siege von Osman Gazi sehr erfreut und schickte durch seinen Boten, Namens KARA BALABAN ÇAVUŞ im Jahre 1284 eine Verfügung (ferman) und gratulierte ihn für die gewonnen Kriege. Neben dem Fürstenanteil an der Kriegsbeute versendete er als Zeichen der Herrschaft eine Tuğ, (Stab mit Fahne), Alem Tabıl (Boden Trommel, Kesselpauke), Nakkare/Çiftenara (kleiner doppel Trommel) und eine weiße Fahne zur Herrschaftsausübung.

Nun noch etwas zum Ölringen

Ringen wird in der Türkei seit 1640 ausgeübt und ist ein sehr beliebter traditioneller Sport. Die Türkei hat aber dennoch eine einzigartige traditionelle Variante des Ringens – das Ölringen.

Der Name ist berechtigt, denn der Ringer bedeckt seinen Körper vor dem Wettkampf von Kopf bis Fuß mit Olivenöl und es gibt sogar eine eigene Kleiderordnung – die Ringer (Pehlivan) tragen eine eigens angefertigte Hose (Kispet), die aus der Haut eines Wasserbüffels hergestellt wird und manchmal mehr als 10 kg wiegen kann.

Beim Ölringen erhält der Ringer einen Vorteil, wenn die Hände unter dem Schritt des Kispets des Gegners durchgreifen, dabei kann der Ringer die Kispet des Gegners gut festhalten und nach unten drücken (paca) und ihn somit besser kontrollieren. Ein Pehlivan ist dann geschlagen, wenn er vollständig auf dem Rücken liegt oder wenn ein klarer und ss Wurf stattfindet.

Das grösste und traditionsreichste Ölringer Turnier  wird jedes Jahr in Kirkpinar nahe Edirne in den Monaten Juni und Juli abgehalten (seit 650 Jahren). Die Veranstaltung dauert drei Tage und die Sonne kann sehr heiß sein und die Kämpfe sehr lange dauern. Der Gewinner der Veranstaltung darf den Titel des besten Ölringers des Landes tragen und bekommt einen Gurt aus 24 Karat Gold gefertigt der 1,5 kg wiegt. Dieser wird üblicherweise jedes Jahr zurückgegeben.

Wenn nach einer halben Stunde des Kampfes kein Sieger feststeht, wird durch eine Verlängerung bis zur Entscheidung der Kampf fortgesetzt.

Das Türkische Ölringen wurde vom Osmanischen Sultan Orhan Gazi gemeinsam mit seinem Bruder und 40 Kriegern bei verschiedenen Eroberungszügen begonnen. Wo immer sie ihr Lager für die Nacht aufschlugen, begannen die Männer zur Unterhaltung und zum Trainig zu ringen. Zwei der Männer kämpften der Legende nach über mehrere Stunden, ohne dass einer von ihnen gewinnen konnte, so kämpften sie einen ganzen Tag und die Nacht hindurch bis beide zusammenbrachen und an Erschöpfung starben. Ihre Kameraden bestatteten sie an dem Ort, wo sie starben und zogen weiter. Als sie nach Jahren wieder an die Grabstätte zurückkehrten, waren sie erstaunt, dort vierzig Quellen aus der Grabstätte entspringen zu sehen und danach wurde der Ort  Kirkpinar (vierzig Quellen) genannt.

Die Tradition des Ölringens wird vom Vater an den Sohn vererbt. Wenn man nicht schon von der Familie her vorbelastet ist, hat man kaum die Möglichkeit, neu in diese Sportart aufgenommen zu werden.

Quelle : schönetuerkei.de

 

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